11. September 2026
Die Neuauflage der schon lange vergriffenen Publikation „Im Engpass der Worte“ von Eva Sturm ist, auch 30 Jahre nach deren Erstveröffentlichung, ein grundlegender Beitrag zur theoretischen Rahmung zeitgemäßer (personaler) Kunstvermittlung. Die Aufforderung zum Sprechen macht das Buch in aktuellen Bildungsdiskursen zur Grundlage für die Suche nach Bedingungen einer Bildungsgerechtigkeit, die Lernen und Erkenntnis als offenen, individuellen und unabgeschlossenen Prozess versteht, indem Denken und Sprechen zusammengeführt werden. Eva Sturm gehörte zu jenen Kunstvermittler*innen, die mit ihren Texten dem Feld der aktuellen Kunstvermittlung eine grundlegende und nach wie vor zukunftsweisende theoretische Rahmung gegeben hat. In den 1990er Jahren entstanden griff sie zunächst neue Impulse der kritischen Kunstvermittlung auf und publizierte das vorliegende Standardwerk ausgehend von ihrer Dissertation, die von dem Kunstpädagogen und Psychoanalytiker Karl-Josef Pazzini betreut worden war.