29. Dezember 2025
Der Beitrag fokussiert Improvisation als Kernkompetenz in forschungsbasierten Lehr-, Lernprozessen zur Ausbildung ästhetisch-performativer Sensitivität (ÄPS) in der kunstpädagogischen Lehrer:innenbildung. Improvisation wird als zukunftsorientiertes Prinzip verstanden, das Ungewissheit und Kontingenz produktiv nutzt und performatives, experimentelles sowie ko-kreatives Arbeiten ermöglicht. Am Beispiel des seit 2019 von Kira Hess laufenden Promotionsprojekts an der Universität Bremen wird empirisch untersucht, wie Improvisation als angewandte Methode, Modus des Handelns und strukturgebendes Merkmal Lehr-, Lern- und Forschungsprozesse erweitert und die Entwicklung einer ÄPS bei Lehramtsstudierenden fördert. Der Text versteht sich als Beitrag zur kunstpädagogischen Diskursbildung, indem er die Potenziale improvisatorischer Verfahren für Lehre und Forschung herausarbeitet und zeigt, dass Improvisation eine entscheidende Grundlage für die Ausbildung einer ÄPS als Schlüsselqualifikation bildet.