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„Skip Intro?“ – Der Serienvorspann als audiovisuelles Mikroformat

Zusammenfassung

Fernsehserien der Gegenwart zeichnen sich zunehmend durch kunstvoll und filigran ausproduzierte Vorspannsequenzen aus. Der Beitrag bespricht kurzformatige Sequenzen, die durch eine starke Reduktion der gestalterischen Mittel sowie durch flexible und instabile Formen auffallen. Anhand zeitgenössischer Beispiele – wie etwa Better Call Saul – werden bedeutungsstiftende Zusammenhänge und Sinnbeziehungen von Musik, Sounddesign und Bildgestaltung analysiert und zudem Reproduktionen seitens der Fankultur diskutiert.

 

Zur Ästhetik mikroformatiger Vorspannsequenzen

Qualitätsserien der Gegenwart brechen in vielerlei Hinsicht und auf zahlreichen produktionstechnischen Ebenen mit den Konventionen herkömmlicher Fernsehserien und fordern Seh- und Hörgewohnheiten ihres Publikums nachhaltig heraus. Dies äußert sich auch in den teils enigmatischen Titelsequenzen, die kaum Einblick in die Handlung der Serie geben, semantisch vieldeutig bleiben und auch darauf verzichten, im traditionellen Sinne mit dem Figurenensemble der Serie vertraut zu machen (vgl. Krohn & Strank 2018, S. 172f.; Zündel 2018, S. 196).[1] Es lassen sich folglich Muster und Tendenzen ausmachen, die frühere Formen des Serienintros aufbrechen und eine neuartige Ästhetik des Serienvorspanns etablieren. Als Einstieg in die Diegese, in die zu erzählende Handlung, wird den Zuschauer*innen in Form des Vorspanns ein paratextuelles Zusatzangebot gereicht. Zum einen wird durch wiederkehrende und wiedererkennbare audiovisuelle, grafische sowie typografische Muster der Sendeplatz sowie ein Rechtsanspruch (Credits) angezeigt, zudem eine eindeutige Schwelle im Ablauf der Episoden-Dramaturgie markiert (vgl. Buhse 2014, S. 37ff.; Zündel 2018, S. 184f.).

Zum anderen kann durch Auswahl, Korrespondenz sowie Semantik der Klänge und Bilder auf intratextuelle Zusammenhänge verwiesen werden. Das Serienintro kann gewissermaßen als „Gebrauchsanweisung“ (Zündel 2018, S. 185), als Deutungsstrategie rezipiert werden und gewinnt mit Fortschreiten der seriellen Erzählung nach und nach an Bedeutung. Nicht zuletzt angesichts neuartiger Rezeptionsweisen wie etwa dem Binge-Watching und der Option, das Intro zu überspringen (engl. Skip Intro) lassen sich neben den zahlreichen ausgedehnten Vorspannsequenzen auch äußerst kurzformatige und zudem variierende und flexible Sequenzen ausmachen (vgl. Halfyard 2016, S. 46). Vor allem die mikroformatige Titelsequenz vermag ihre ästhetischen Möglichkeiten und narrativen Potenziale selbst angesichts einer kurzen Zeitspanne von bis zu 20 Sekunden wirkungsvoll ausschöpfen, erfüllt vielschichtige Funktionen und wird aktuell in unterschiedlichsten Formen und Formaten präsentiert.

 

Ereignisdichte und semantische Vieldeutigkeit

Frühere kurzformatige Vorspannsequenzen fielen oftmals auffallend ereignisarm aus und bedienten lediglich Titelkarte und Audiosignal (vgl. Krohn & Strank 2018, S. 148), wo jüngere Formen hingegen auf eine hohe Ereignisdichte setzen. Innerhalb einer kurzen Zeitspanne werden unterschiedliche Symbole und Zeichen integriert, die zunächst kaum als Hinweise auf Handlung und Diegese der Serie wahrzunehmen sind. Die Anordnung und Andeutung unterschiedlicher Geräusche und Bildelemente zeichnet etwa die Titelsequenz der britischen Anthologie-Serie Black Mirror (2011–2019) aus. Innerhalb eines 15-sekündigen Rahmens werden zu Symbolen auf schwarzem Grund, die auf das Starten eines Computersystems hindeuten, mehrdeutige Geräusche eingesetzt. Sobald das Computersystem letztlich kollabiert (der „Schwarze Spiegel“ als Bildschirmoberfläche zerbricht), ist ein Piepen zu vernehmen, welches mit der Nulllinie eines Herzmonitors assoziiert werden kann. Ergänzt wird dieser Zusammenhang zum Ende der Sequenz, wenn ein letztes Hauchen zu hören ist, während auf der Bildebene die Technologie-Symbole sowie der zerbrochene Schriftzug gänzlich verblassen. Durch die auditive Ebene wird an dieser Stelle das Kollabieren von künstlicher Intelligenz mit dem Ableben eines biologischen Organismus verknüpft. Eine Verbindung, die als Interaktion und Konflikt in zahlreichen Episoden der Anthologie-Serie thematisiert wird und als Klangkonstrukt in der Serie selbst semantisiert werden mag, so unterschiedlich die Episoden in ihren jeweiligen Erzählstrategien auch ausfallen.[2] Der Kurz-Vorspann kann somit Pars pro Toto auf einen größeren Gesamtzusammenhang der Serie verweisen. Auch der Vorspann zur Serie Breaking Bad (2008–2013) setzt auf den suggestiven Einsatz visueller und auditiver Elemente. Vor allem durch die Nutzung einer spezifischen Klangkulisse können subtile Hinweise auf Handlungsort, Milieu sowie Bezüge zum Western-Genre der Serien-Diegese herausgedeutet werden (vgl. Moormann 2016, S. 58f.). Die Erstrezipient*innen werden zunächst im Unklaren gelassen, können aber nach und nach die Bedeutung der präsentierten audiovisuellen Zeichen deuten und zuweisen. Hierin findet sich zugleich ein besonderes Merkmal aktueller Serien sowie eine weitere Funktion zeitgenössischer Vorspannsequenzen. Das Publikum wird auch durch die selektive Kurz-Titelsequenz geradezu dahingehend konditioniert, der präsentierten Erzählung und ihrem Zeichensystem eine gesteigerte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, und kann so dauerhaft in die Fiktion verwickelt werden (vgl. Zündel 2018, S. 184).

 

Variation, Flexiblität und Instabilität

Bild- und Klangelemente werden ganz im Gegensatz zur konventionellen statischen Vorspann-Form zunehmend variierend und in hohem Maße flexibel präsentiert. So wird etwa passend zur jeweiligen Episodenhandlung die visuelle Ebene sowie auch das klanglich-musikalische Material entsprechend umarrangiert.[3] In der fünf Sekunden umfassenden Vorspannsequenz zur Krimiserie Castle (2009–2016, ABC) wird etwa ein prägnantes Dreitonmotiv eingesetzt, welches episodenabhängig – abgestimmt auf die veränderte Bildebene – variierend instrumentiert wird, zudem in der Abspannmusik als gepfiffene Ton-Signatur wiederkehrt und hierdurch den humoristischen Tonfall der Krimiserie nachhaltig unterstreicht.[4] Die in sich abgeschlossene Mini-Serie Sharp Objects (2018) setzt zwar auf die abgegrenzte Einarbeitung einer wiedererkennbaren Titelsequenz mit immer gleichem Bildmaterial, jedoch auf eine stets variierende Begleitmusik, sodass ein wiederkehrendes auditives Signal nicht bedient wird. Die Vorspannsequenz präsentiert sich – durch das Auseinandergehen von Bild und Ton – nicht länger als Einheit, vielmehr als instabile Form und bricht damit eindeutig mit den Funktionsweisen früherer Formen. Als weiteres Beispiel für eine flexible und brüchige Vorspann-Ästhetik, die zudem mehrdeutige Verweis-Potenziale ausschöpft, soll im Folgenden im Rahmen einer analytischen Fallstudie die Kurz-Titelsequenz der Serie Better Call Saul (seit 2015) angeführt werden.

 

Fallstudie: Variation und Verweisstrategien im Kurz-Vorspann zu Better Call Saul

Als Prequel zur Serie Breaking Bad konzentriert sich die Handlung von Better Call Saul auf die Wandlungen des in der Bezugsserie eingeführten Anwalts Saul Goodman. Im direkten Vergleich zum Breaking Bad-Vorspann zeigen sich in der 13-sekündigen Titelsequenz frappierende Unterschiede. Zunächst einmal präsentiert sich die Vorspannsequenz auf visueller Ebene als flexible Form. Episodenabhängig wird die Sequenz mit unterschiedlichem Bildmaterial präsentiert. Gemeinsam ist den Mini-Sequenzen eine auffallend schrille Postproduktion, die sich in einer effektüberladenen, farblich überbetonten sowie unruhigen (instabilen) VHS-Ästhetik niederschlägt (s. Abb. 1).[5] Die grelle Ausgestaltung sowie die Auswahl der Motive und Symbole lassen auf die Exzentrik sowie die Korrumpierbarkeit der Hauptfigur schließen (vgl. Zündel 2018, S. 195). Durch die erkennbare VHS-Ästhetik ist ein Hinweis auf die Gegenwart der Handlung gegeben. Die auffällige Postproduktion kann als Anlehnung an die von der Serien-Hauptfigur selbst produzierten unfreiwillig komischen Werbespots betrachtet werden (s. Abb. 2). Die Vorspannsequenz wirkt gewissermaßen so, als habe man die Postproduktion in die Hände der Serienfigur überantwortet.

Zudem werden Motive präsentiert, die den Breaking Bad-Rezipient*innen bekannt sein dürften und somit auch auf zukünftige Ereignisse der intraseriellen Gesamt-Erzählung vorausweisen (vgl. ebd.). Weitere Motive zeigen bedrohliche Elemente sowie Gegenstände im Augenblick des Zerfalls und können als Hinweise auf den unheilvollen Verlauf der Erzählung sowie die Abgründigkeit ihrer Figuren gedeutet werden. Der verhältnismäßig leichte Tonfall der Serie (im Gegensatz zu Breaking Bad) deutet sich allerdings in der musikalischen Begleitung der Kurzsequenz an, die – obgleich die visuelle Ebene variiert wird – stets die gleiche und wiedererkennbare Audio-Signatur, ein Snippet der britischen Rockband Little Barrie, präsentiert. Eine leichtfüßig-verspielte E-Gitarre dominiert das Klangbild vor dem Hintergrund eines zurückhaltenden Bass-Schlagzeug-Arrangements. Blues-Einflüsse zeigen sich im spezifischen Spiel der E-Gitarre, der Verwendung charakteristischer Figuren und Vokabeln sowie im harmonischen Verlauf. Obwohl die Serie den gleichen Handlungsort und weitestgehend ähnliche Milieus wie Breaking Bad beibehält und bedient, wurde eine abweichende Klangästhetik gewählt, die sich allerdings im Verlauf der Serie semantisieren lässt. Vereinzelte Rückblenden, die den Einstieg des Protagonisten in die Kleinkriminalität verdeutlichen, liefern eine eindeutige Kopplung der Blues-Rockmusik an die kriminellen Umtriebe der Hauptfigur, die in einem Vorort von Chicago aufgewachsen ist. Ein Heimatbesuch in der ersten Staffel (S01/ E10, 15:46–16:30, Netflix) stellt dann auch die Verbindung des spezifischen Klangidioms der Vorspann-Musik zur Stadt Chicago her, die allgemeinhin auch als Geburtsstätte zahlreicher Blues-Interpreten und -Strömungen gilt.[6] Im weiteren Verlauf der Serie verdichten sich Hinweise auf die Bedeutung der eingelagerten Bluesmusik-Snippets. So ist der Protagonist dabei zu beobachten, wie er sich in seinem Büro von den Klängen einer entfernten Westerngitarre ablenken lässt, die offenbar von sonst niemandem in dem Büro-Komplex wahrgenommen werden (S02/E02 19:02–20:07, Netflix). Es handelt sich wiederum um Blues-typische Figuren,[7] die den Protagonisten aus seinem Arbeitsrhythmus reißen. Dieser Moment kann letztlich als Wendepunkt gedeutet werden, im Zuge dessen der Anwalt sich aus einem stabilen beruflichen Umfeld in kriminelle und exzentrische Handlungen flüchtet, die in einer fatalen Dokumentenfälschung gipfeln. Der Moment der Fälschung wird als Montage-Sequenz inszeniert, die den Protagonisten gewissermaßen ganz in seinem Element zeigt (S02/E08, 38:25–40:52, Netflix). Das Klangidiom der Vorspannmusik kann hier nun eindeutig wiedererkannt werden,[8] zumal eine prägnante Gitarrenfigur aus der Titelmusik auszumachen ist. Die spezifische Blues-beeinflusste Musik wird an die Neigungen des korrupten Anwalts gebunden, der sich nicht von seiner kleinkriminellen Chicagoer Vergangenheit lösen kann und letztlich durch erneute Entgleisungen tragische Folgen in Kauf nimmt. Die Abspannmusik einer jeden Episode ist durchaus als Klammer zu betrachten und verweist durch die Verwendung einer charakteristischen musikalischen Figur (Terzsprung aufwärts) gar auf die Breaking Bad-Titelmusik.[9] Analog zu den auf der Bildebene variabel präsentierten Motiven kann die Musik in diesem Fall Verweisstrukturen auslegen, Bedeutungszusammenhänge stiften und weit über ihre Signalfunktion hinausweisen.

 

Abspann – Reproduktion, Rekombination und Dekontextualisierung

Ganz im Gegensatz zu früheren Kurz-Titelsequenzen zeichnen sich aktuelle Formate durch eine hohe Ereignisdichte und eine weitaus weniger starre Form aus. Sowohl auf visueller wie auch auf auditiver Ebene können eine Vielzahl an Zeichen gesetzt und variiert werden, die es den Rezipient*innen überantworten, signifikante Zusammenhänge zu erkennen. Vor allem Verweis-Praktiken, die assoziative Netzwerke spannen sowie Zusammenhänge zwischen Paratext und Haupttext, zwischen Mikroformat und Großformat, ausloten, erscheinen als besonderes Merkmal zeitgenössischer Kurzintros.

Als separierbarer Paratext kann die Titelsequenz zudem auf zahlreichen Internet-Videoplattformen gezielt platziert und kommuniziert werden.[10] Vor allem auf YouTube finden sich im Bereich der Fankultur seit geraumer Zeit Reproduktionen und Rekombinationen einzelner Vorspannsequenzen, die als audiovisuelle Miniaturen durch soziale Medien eine virale Verbreitung erfahren.[11] Auch die Titelsequenz der Better Call Saul-Serie ist oftmals seitens der Fankultur adaptiert worden. Wobei die Ästhetik der Originalsequenz als formalästhetische Variation zum einen dekontextualisiert und umgedeutet wird und als rekombinante Form auftritt wie im Fall von Julian Marks „Game of Thrones intro (in the style of Better Call Saul)“ (s. Abb. 3),[12] andererseits als „Fanmade-Intro“[13] schlichtweg nachinszeniert oder gar als „8-Bit-Remix“ (s. Abb. 4)[14] reproduziert wird.

Auffällig ist die Einbindung der brüchigen und instabilen Video-Ästhetik und ihrer Bildeffekte – wie sie in der Original-Sequenz zu finden sind – und wie deren Potenziale der Wiedererkennbarkeit und transmedialen Zitierbarkeit ausgereizt und erweitert werden. Die Vorspann-Sequenz als Mikroformat wird folglich längst zahlreichen Dekontextualisierungsprozessen im Rahmen der vielfältigen Remix- und Mashup-Praktiken der digitalen Medienkultur ausgesetzt (vgl. Schrey 2017, S. 294ff.). Angesichts einer zunehmenden Ausdifferenzierung von Serien-Formaten, Distributionsformen sowie Rezeptionsweisen befindet sich die Vorspannsequenz als eigenständiges Format im Wandel (vgl. Zündel 2018, S. 197). Vereinzelte Serienformate jüngeren Datums verzichten gar auf die Einlassung einer separierbaren Titelsequenz und lassen lediglich eine kurze Titelkarte ohne auditives Signal in die Eingangsszenen der Episoden-Handlung einfließen (Mr. Robot, The Handmaid’s Tale, Homecoming). Basale Signalfunktionen sowie Vor- und Abspannklammer scheinen obsolet (vgl. ebd.). Die Option, das Intro zu überspringen, fällt somit ebenfalls weg.

Das Mikroformat erscheint prägend angesichts der Vorspann-Formenvielfalt und wird vor dem Hintergrund neuartiger Rezeptionsformen und sich rapide verändernder Seh- und Hörgewohnheiten weiter ausdifferenziert werden, vor allem mit Blick auf die Tendenz zur semantischen Verdichtung und Rekonfiguration im zeitlich limitierten Kontext.

 

Anmerkungen

[1]Einzig im Sitcom-Genre bleiben vereinzelte klassische Strukturen stabil wie etwa die Darstellung des Figuren-Ensembles im Vorspann (vgl. Krohn & Strank 2018, S. 172).

[2]In zahlreichen Episoden der Anthologieserie wird beispielsweise das Verpflanzen von Mikrochips in das menschliche Gehirn, das Generieren menschlicher Digitalkopien und Abbilder aus DNA-Proben sowie ein digitales Nachleben.

[3] Beispiele stetiger Variationen in früheren Serienformaten finden sich in der Titelsequenz zur Zeichentrickserie The Simpsons (seit 1989, FOX) sowie auch in aktuellen Lang-Vorspannsequenzen wie im Falle der HBO-Serie Game of Thrones (2011–2019, HBO). (Vgl. auch Buhse 2014, 71ff.)

[4] Ähnliche Verfahren der Abwandlung und Variation finden sich in den Vorspannsequenzen zu Weeds (2005–2012, Showtime), How I met your Mother (2005–2014, CBS) und One Tree Hill (2003–2012, THE WB, THE CW).

[5] Der abrupte ungelenke Musik-Abschluss der Sequenz (die Tonika wird flüchtig angerissen, nicht ausgespielt) ist offenbar Teil dieses Konzepts. Better Call Saul-Autor Vince Gilligan weist auf den beabsichtigten dilettantischen Look der Titelsequenz hin: „I want to stress that our titles are purposely shitty, not unintentionally shitty, […] I think the idea is that Saul Goodman is a man who hires the lowest bidder when it comes to making television commercials and such.“ (Sepinwall 2015)

[6] Diese Verbindung wurde bereits popkulturell aufgegriffen: Der Film Blues Brothers (John Landis, USA 1981) zeichnet gewissermaßen ein Portrait der Blues-Szene von

[7] Die Blues-typischen Figuren und Vokabeln sind im Einzelnen deutlich auszumachen: Tritonus-Intervalle, Reibung von kleiner und großer Terz, Reihung von

[8] Die Sequenz wird zudem von einem Song der Titelmusik-Lieferanten Little Barrie unterstützt: „Why don’t you do it“ (2007).

[9] Serienkomponist Dave Porter (auch zuständig für die Breaking Bad-Musik) liefert eine der Vorspannmusik angelehnte musikalische Entsprechung. Zudem erinnert die Aufwärtsbewegung zur kleinen Terz sowie die Reibung von Moll- und Durklängen an die musikalische Figur der Breaking Bad-Titelmusik, die den ambivalenten Charakter der Hauptfigur musikalisch nachzeichnet (vgl. Moormann 2016, S. 58f.), was im Falle von Better Call Saul gleichermaßen zutreffen

[10] Hier sei auf die Internetseite „artofthetitle.com“ verwiesen, die sich der Besprechung und Analyse von Vorspannsequenzen

[11] Das prominenteste Beispiel ist sicherlich der Remix der Game of Thrones-Titelsequenz „Game of Thrones 1995 Style“ (vgl. Schrey 2017): https://www.youtube.com/watch?v=2fPgIIB67bw&t=44s (letsgetfrinky, 03.2013)

[12] https://www.youtube.com/watch?v=SvmemjNYpLE

[13] https://www.youtube.com/watch?v=S_xwsuenUPo

[14] https://www.youtube.com/watch?v=Du1JmyO6On8

 

Literatur

Buhse, E. (2014): Der Vorspann als Bedeutungsträger. Zu einer zentralen Strategie zeitgenössischer Fernsehserien. Darmstadt: Büchner.

Burlingame, J. (1996): TV’s Biggest Hits. The Story of Television Themes from Dragnet to Friends. New York: Schirmer.

Davison, A. (2013): Title Sequences for Contemporary Television Serials.In: John Richardson, Claudia Gorbman und Carol Vernallis (Hrsg.), The Oxford Handbook of New Audiovisual Aesthetics (S.146–167). Oxford/New York: Oxford University Press.

Halfyard, J. K. (2016): Sounds of Fear and Wonder: Music in Cult TV. London: Bloomsbury Publishing.

Krohn, T. & Strank, W. (2018): Besonderheiten der Musik von US-Fernsehserien. Ein Überblick über die geschichtliche Entwicklung und die spezifischen Funktionen. In F. Hentschel & P. Moormann (Hrsg.), Filmmusik. Ein alternatives Kompendium (S. 147–179). Wiesbaden: Springer.

Mengel, N. (1995): Den Anfang macht die Ouvertüre. Entwicklungen von Serienvor- und abspannen. Vom „notwendigen Übel“ zum kreativen Freiraum – und zurück. In I. Schneider (Hrsg.), Serien-Welten. Strukturen US-amerikanischer Fernsehserien aus vier Jahrzenten (S. 19–41). Opladen: Westdeutscher Verlag.

Moormann, P. (2016): Im Takt des Todes – Musik und Sound Design in Breaking Bad. In O. Sanders, A. Besand, & M. Arenhövel (Hrsg.), Ambivalenzwucherungen. Breaking Bad aus bildungs-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Blickwinkeln (S. 57–70). Köln: Herbert von Halem Verlag.

Schrey, D. (2017): Analoge Nostalgie in der digitalen Medienkultur. Berlin: Kulturverlag Kadmos.

Sepinwall, A. (2015): „,Better Call Saul‘ creators on the ,purposely sh-ty‘ opening title sequence“ (Artikel). Uproxx, 16.03.2015. Abgerufen am 18.06.2020 von http://uproxx.com/sepinwall/better-call-saul-creators-on-the-purposely-sh-ty-opening-title-sequence/

Zündel, J. (2018): The Art of the Title? Das kleine Serienintro im Spannungsfeld zeitlicher Beschränkung, ästhetischer Möglichkeiten und narrativer Verweisstrategien. FFK-Journal 3, 183–200.

 

Serien und Filme

Better Call Saul, USA 2015, AMC (Netflix). DVD-Edition: Sony Pictures Home Entertainment (2015).

Black Mirror, UK 2011–2019, Channel4, Netflix. Blues Brothers, USA 1981, Regie: John Landis. Breaking Bad, USA 2008–2013, AMC.

Castle, USA 2009–2016, ABC. Homecoming, USA 2018, PRIME VIDEO.

How I met your Mother, USA 2005–2014, CBS. Mr. Robot, USA 2015, USA NETWORK.

One Tree Hill, USA 2003–2012, THE WB, THE CW.

Sharp Objects, USA 2018, HBO.

The Handmaid’s Tale, USA 2017, HULU. Weeds, USA 2005–2012, Showtime.

 

Abbildungen

Abb. 1: Screenshot aus „Uno“. Better Call Saul. Staffel 1, Episode 1: 00:05:56 (Sony Pictures Home Entertainment 2015).

Abb. 2: Screenshot aus „Off Brand“. Better Call Saul. Staffel 3, Episode 6: 00:45:54 (Sony Pictures Home Entertainment 2017).

Abb. 3: Screenshot von: Marks, J. (2019). „Game of Thrones Intro – In the style of Better Call Saul“. Abgerufen am 18.06.2020 von https://www.youtube.com/watch?v=SvmemjNYpLE

Abb. 4: Screenshot von: Bender, S. (2015). „Better Call Saul Intro Theme – 8-Bit Remix“ Abgerufen am 18.06.2020 von https://www.youtube.com/watch?v=Du1JmyO6On8

Von Niclas Stockel

Veröffentlicht am 16. November 2021

Zitiervorschlag

Stockel, Niclas: „Skip Intro?“ – Der Serienvorspann als audiovisuelles Mikroformat, in: Peter Moormann, Manuel Zahn, Patrick Bettinger, Kai Kaspar, Sandra Hofhues, Helmke Jan Keden (Hg.): Mikroformate. Interdisziplinäre Perspektiven auf aktuelle Phänomene in digitalen Medienkulturen, Zeitschrift Kunst Medien Bildung | zkmb 2021. Quelle: http://zkmb.de/skip-intro-der-serienvorspann-als-audiovisuelles-mikroformat/; Letzter Zugriff: 08.12.2021